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Mittelstufe

Veröffentlicht in Lernen und Lehren

Lernen in der Mittelstufe

Neu in dieser Stufe sind auch die Fächer Gartenbau und Handwerk, hier setzen sich die Schüler nun verstärkt praktisch mit der Umwelt auseinander.
In der 6. Klasse, wenn das 12. Lebensjahr erreicht wird, befinden sich die Kinder an einem Wendepunkt. Äußerlich beginnen sie sich zu verändern, das Körperwachstum setzt ein, bei den Mädchen meist etwas früher. Bewegungen werden oft schwerfälliger, die Leichtigkeit ist verschwunden. Eine zielgerichtete Bewegung fällt ihnen zunehmend schwerer, die schöne Balance ist verloren gegangen. Im Lehrplan der 6. Klasse wird versucht, auf diese neue Situation einzugehen. Es findet nun die erste Physik statt. Anhand von eigenen Beobachtungen erleben die Schüler grundlegende physikalische Gesetzmäßigkeiten. Sie lernen, diese zunächst in klarer, objektiver Weise zu beschreiben. Dann beginnen sie erste Schlüsse daraus zu ziehen - immer anhand des selbst Erlebten. So entwickelt sich langsam, anhand von eigenen Erfahrungen, das Denken. Auch in anderen Fächern zeigt sich Ähnliches: In der Mathematik beginnt man mit der Schlussrechnung, dem Prozentrechnen sowie dem 1. Erforschen von mathematischen Ursachen in der Algebra ; in der Geometrie werden nun mit dem Zirkel und dem Lineal Winkel und Geraden konstruiert; der Konjunktiv führt in der Sprachlehre in neue Realitätsbezüge ein und in der Kunst geht man den Schritt aus der Farbigkeit hinaus in die Welt der Hell- Dunkeltöne und der Schatten.

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In den folgenden Stufen verändert sich das Verhältnis zum Klassenlehrer langsam - eine Abnabelung ist notwendig. In dieser Zeit des Umbruchs, der Zeit der Geschlechtsreife, bekommen die Jugendlichen ein neues Verhältnis zur Welt. Gemeinsam mit einem meist erheblichen Längenwachstum geht ein innerer Gestaltwandel einher. Das seelische, das Gefühlsleben bahnt sich einen Weg nach außen. Dies passiert auf ganz unterschiedliche Weise bei den verschiedenen Menschen.

Der Lehrplan geht auf diese Situation so ein, dass man die Schüler nun hinführt zu einer Arbeit mit den „Gesetzen der Welt". Im Zwiegespräch mit diesen sollen sie eine neue, eigene Sprache finden und erleben, dass Kenntnisse zu sachgemäßen Urteilen befähigen. Auf dieser Basis kann sich das begriffliche Denken anhand des Erlebten verstärken und zu einem zusammenschauenden Denken entwickeln. Dies wird gefördert durch die Erweiterung des naturwissenschaftlichen Unterrichtes um die Chemie und die Biologie in der 7. und 8. Klasse. In der Geschichte geht es um die großen Entdecker und das Aufkommen der Industrialisierung, d.h. der  Mensch steht als Gestalter sozialer Ordnungen im Mittelpunkt.

In der Kunst wird die Perspektive gewechselt und aus unterschiedlichen Richtungen gezeichnet. So greifen die Inhalte der Epochen ineinander und ergänzen sich in schönster Weise. Zum Abschluss der 8-jährigen Klassenlehrerzeit bearbeitet jeder Schüler ein Thema als Halbjahresarbeit (siehe Bericht) und stellt es in einem Vortrag theoretisch und praktisch vor. Ferner wird ein Klassenspiel größeren Umfangs erarbeitet und eine gemeinsame Abschlussfahrt rundet die Zeit ab. Die Klasse macht sich nun auf den Weg in die Oberstufe.

Zwischen dem 11. und dem 14. Lebensjahr durchleben die Schüler eine Zeit des Umbruchs.

Das Verhältnis zur Natur ist bereits seit der 4. Klasse ein distanzierteres geworden. Aus der „Mitwelt" wurde die„Umwelt".

In der 5. Klasse zeigt sich das Kind noch in einer besonderen Harmonie. Die körperliche Gestalt wirkt ausgewogen, die Bewegungen haben oft eine wunderschöne Balance. Ein Schwerpunkt im Unterricht liegt auf der griechischen Antike. An griechische Athleten wird erinnert, wenn diese Kultur ganz praktisch mit dem ursprünglichen Olympischen Fünfkampf erlebt wird. In der Geschichte empfinden die 5. Klässler die Entwicklung der Menschheit in der indischen, der babylonischen, der persischen und der ägyptischen Kultur nach. Mit den Fächern Gartenbau und Handwerk setzen sich die Schüler nun verstärkt praktisch mit der Umwelt auseinander.

In der 6. Klasse, etwa 12. Lebensjahr, beginnen die Schüler sich äußerlich zu verändern, das Körperwachstum setzt ein, bei den Mädchen meist etwas früher. Bewegungen werden oft schwerfälliger, die Leichtigkeit ist verschwunden. Eine zielgerichtete Bewegung fällt ihnen zunehmend schwerer, die schöne Balance ist verloren gegangen. Der Lehrplan der 6. Klasse geht auf diese neue Situation ein: In der Physikepoche erleben die Schüler durch eigene Beobachtungen grundlegende physikalische Gesetzmäßigkeiten. Sie lernen, diese zunächst in klarer, objektiver Weise zu beschreiben. Dann beginnen sie erste Schlüsse daraus zu ziehen. So entwickelt sich anhand von eigenen Erfahrungen das Denken. In der Mathematik beginnt der Schüler mit der Dreisatzrechnung, dem Prozentrechnen sowie dem ersten Erforschen von mathematischen Ursachen in der Algebra, in der Geometrie werden mit dem Zirkel und dem Lineal Winkel und Geraden konstruiert, der Konjunktiv führt in der Sprachlehre in neue Realitätsbezüge ein und in der Kunst geht er den Schritt aus der Farbigkeit hinaus in die Hell- Dunkeltöne und Schatten.

In den folgenden Stufen verändert sich das Verhältnis zum Klassenlehrer langsam - eine Abnabelung ist notwendig. In der Zeit der Geschlechtsreife, entwickeln die Jugendlichen ein neues Verhältnis zur Welt. Gemeinsam mit einem meist erheblichen Längenwachstum geht ein innerer Gestaltwandel einher. Das seelische, das Gefühlsleben bahnt sich einen Weg nach außen. Der Lehrplan trägt dem Rechnung. Der Schüler wird nun hingeführt zu einer Arbeit mit den „Gesetzen der Welt". Sie sollen eine neue, eigene Sprache finden und erleben, dass Kenntnisse zu sachgemäßen Urteilen befähigen. Das begriffliche Denken wird anhand des Erlebten verstärkt und zu einem zusammenschauenden Denken entwickelt. Das fördert die Erweiterung des naturwissenschaftlichen Unterrichtes um Chemie und Biologie in der 7. und 8. Klasse. In der Geschichte geht es um die großen Entdecker und das Aufkommen der Industrialisierung, d.h. der Mensch steht als Gestalter sozialer Ordnungen im Mittelpunkt.

In der Kunst wird die Perspektive gewechselt und aus unterschiedlichen Richtungen gezeichnet. So greifen die Inhalte der Epochen ineinander und ergänzen sich in schönster Weise. Zum Abschluss der 8-jährigen Klassenlehrerzeit bearbeitet jeder Schüler ein Thema als Halbjahresarbeit und stellt es in einem Vortrag theoretisch und praktisch vor. Ein Theaterstück wird zur Aufführung gebracht. Die Klasse macht sich nun auf den Weg in die Oberstufe.

Susanne Sommer