Drucken

Kunst

Veröffentlicht in Lernen und Lehren

Kunst ist etwas Wunderbares!

Obwohl die Kunst in all ihren Variationen wie Malerei, Grafik, Plastizieren, Bildhauen und den neuen Medien auf Gesetzmäßigkeiten aufbaut, die es von mir als dem Lehrenden den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln gilt, ist sie doch ein nie versiegender Quell von Inspiration und Reichtum.

Gestaltung des EingangsbereichesGestaltung des EingangsbereichesKünstlerisch tätig sein ist wunderbar! - Es klingt an wie ein Wunder und doch gibt es in unserer Welt eine Möglichkeit der Entschleunigung und des sich selber Entdeckens, des zu sich Findens! Dagegen steht oft ein Spruch von einigen Schülern zu Beginn des Unterrichtes, wenn sie neu zu mir in den Kunstraum kommen: „Ich kann nicht malen“. -Ein sicherlich klägliches Urteil über sich und die Einschätzung der eigenen Möglichkeiten, aber auch ein machbarer Einstieg, sich diesen Gedanken und Urteilen bewusst zu werden, sich diesen stellen zu müssen, um etwas über die Kunst zu lernen.

Malen lernen ist in etwa so wie das Lernen einer Fremdsprache und besteht aus vielen Komponenten, den Vokabeln, der Grammatik, dem richtigen Gebrauch von Zeiten und hat natürlich immer mit dem Mut, sich zu äußern zu tun und mit Übung. -Viel Übung! Genau so ist der Sprach- „Schatz“ in der Kunst unbegrenzt und immer wieder neu!

Kunst ist sehr vielfältigKunst ist sehr vielfältigDiesen Schatz gilt es zu entdecken, mit Hilfe von Kompositionslehre, Farbtheorien, dem Erkennen von Entwicklungen in der Kunstgeschichte, die es zu betrachten und zu verstehen lernen gilt, um sich mit eigenem in die Welt einordnen zu können. Somit ist Kunst auch immer wieder beglückend und schmerzhaft zugleich, verrät sie uns im Tun, wo wir gerade stehen und kann helfen, zu erkennen, was gerade in uns vorgeht, wo wir an etwas arbeiten müssen um einen Weg durchs Leben zu finden.

Von Joseph Beuys ist zitierend zu lesen: «Kunst kann man lernen, eine gewisse Begabung wird wohl Voraussetzung sein, aber Fleiß gehört dazu. Kunst kommt von Kunde, man muss etwas zu sagen haben, aber auf der anderen Seite auch von Können, man muss es auch sagen können. Und dann Sinn für Proportionen, für Masse, Formsinn, Sinn für Gleichgewicht. Natürlich ist das subjektiv. Aber es gibt keine Möglichkeit Urteile zu fällen außerhalb des Subjekts.» (aus http://www.wikiartis.com/joseph-beuys/zitate)

Rene Rameil, Kunstlehrer