Besuch bei unserer Partnerschule

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Die 8. Klasse ist immer ein aufregendes Jahr. Nicht nur, dass es das letzte Jahr mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer ist und es ab dem nächsten Jahr „Willkommen in der Oberstufe“ heißt, nein, es stehen auch viele Aufgaben an, die ergriffen und bewältigt werden wollen. Begonnen mit der Präsentation der Halbjahresarbeiten im Dezember stecken die Schülerinnen und Schüler schon jetzt in den ersten Proben und Vorbereitungen für das Achtklassspiel. Das Stück ist ausgesucht, die Rollen verteilt und die ersten Texte gelernt. Robin HoodNun werden die ersten Szenen geprobt und langsam wird klar, dass ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen nicht nur bedeutet, seinen eigenen Text zu können. Da werden Kostüme überlegt, das Plakat und Programmheft gestaltet, ein Bühnenbild entstehen und auch viele kleine Dinge müssen bedacht werden, bevor ein schöner Text zu einem richtigen Theaterstück wird.

Wie schön ist es da, sich anzusehen, wie es die anderen machen. Zwar ist unsere 8.Klasse schon oft mit Frau Teichert im Theater gewesen, aber Profis sind eben Profis. Diese Möglichkeiten hat man dann doch nicht. Also folgte die Klasse gerne der Einladung der 8. Klasse aus Neumünster, unserer Partnerschule für den Abiturkurs und ich durfte sie begleiten.

„Robin Hood“ wurde gegeben und es war eine sehr gelungene Aufführung und Interpretation des Stoffes. So gab es Beispielsweise eine „Mother Tuck“ und die geächteten im Sherwood Forrest waren verstoßene Damen. Beeindruckend und sehr mutig waren die von der „Bardin“ vorgetragenen Moritaten wie Robin Hood die Reichen erleichtert und die Armen beschenkt. Dabei sang sie den größten Teil des Liedes allein bis die anderen als Chor wieder einfielen.

Robin HoodBesonders schön war auch die Gestaltung des Bühnenbildes mit vielen Bäumen und Naturmaterialien, als Wald, das sich aber mit wenigen Elementen in ein Schloss oder eine Kirche verwandeln konnte. Die Kostüme waren farbenprächtig anzusehen und versetzten die Zuschauer in eine mittelalterliche Stimmung, die von Musikstücken während des Umbaus und den Moritaten noch unterstrichen wurde.

Es war beeindruckend zu sehen, wie gut diese Klasse das Stück ergriffen hat, wie toll sie gemeinsam gespielt haben und sich gegenseitig unterstützt haben. Die unterschiedlichen Charaktere wurden deutlich und auch Rollen mit wenig Text wurden eindrücklich gespielt und blieben in Erinnerung. Man konnte die Freude der Klasse gut nachempfinden und es hat großes Vergnügen gemacht ihnen zu zusehen, obwohl es mit 2 ½ Stunden doch recht lang war, verflog die Zeit wie im Nu.

Sicherlich konnten unsere Jugendlichen sich gut inspirieren lassen und auch einiges abgucken. Ich bin  schon sehr gespannt auf die Umsetzung ihres eigenen Theaterstückes und freue mich auf die Aufführungen vom 29.06-01.07.2017, denn auf der Busfahrt konnte man schon ein Gefühl dafür bekommen, dass diese 8.Klasse eine tolle Gemeinschaft ist und viel Spaß bei den Proben und Aufführungen haben wird.

Nicole Forker