Frühlingskonzert in der Stadtkirche St. Laurentii

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Das Chor- und Orchesterkonzert im Frühjahr, mit den Chören der Freien Waldorfschule Itzehoe und dem Kammerorchester „Armónico" der VHS Itzehoe, hat mittlerweile Tradition. In der Stadtkirche St. Laurentii trafen sich, nun zum dritten Mal unter der Leitung von Matthias Pufall (Orchester) und Lars Köhler (Chorleitung), die Musiker der Volkshochschule, die Schüler der 5., 6. und 12. Klassen und der Eltern-Lehrer-Chor (ELCH) unserer Schule. Die Chöre begeisterten das Publikum.Die Chöre begeisterten das Publikum.Um 18.00 Uhr versammelten sich alle fast andächtig unter dem Dach der erhabenen Itzehoer Stadtkirche, die Schüler in weißen Hemden, die Erwachsenen in dunklen Anzügen, Kleidern und Kostümen. Schön war das anzusehen und passend zum letzten Auftritt dieser 12. Klasse zu der einmal feierlichen, einmal modernen Musik, die dargeboten werden sollte.

Alle, Chor und Orchester, begannen gemeinsam mit Thord Gummessons „Singing All Together", dann zeigte das Orchester sein vielseitiges Können mit Werken von Seitz, Mozart und Bach. Der Eltern-Lehrer-Chor und die Schülerchöre folgten mit einem Block von Liebesliedern aus verschiedenen Jahrhunderten. Zunächst der Eltern-Lehrer-Chor mit einem beschwingten Lied aus dem frühen 17. Jahrhundert und einem Minnelied aus dem 13. Jahrhundert. Dann zwei Stücke aus dem 21. Jahrhundert: „Try" von Pink und „Stay" von Rihanna, beide klangschön und kraftvoll vorgetragen von unseren 5.- und 6. Klässlern. Gefolgt wurden diese hochaktuellen Stücke von zwei „Klassikern" der Beatles, vorgetragen von den Schülern der 12. Klasse und dem Lehrer-Eltern-Chor. Danach intonierte gekonnt der ELCH das wunderschön vertonte französische Rilke-Gedicht „Dirait-on" von Morten Lauridsen.

Mette Jensen spielt Montis CzardasMette Jensen spielt Montis CzardasDer unzweifelhafte Höhepunkt des Abends war Montis Czardas, gespielt von der überaus begabten und sowohl präzise als auch lebendig interpretierenden Mette Jensen, einer Schülerin der 12. Klasse. Man war ein wenig erinnert an einen Ausspruch des großen Bruno Walter, in dem er eines berühmten Geigers Können mit einem klaren Gebirgsbach verglich, den man nicht trüben könne.

Schön und intensiv ging es weiter mit "El Choclo" von Angel Villoldo, gefolgt von dem wunderbar feurigen Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms. Geleitet und interpretiert wurden die Stücke vom Geiger Matthias Pufall und seinem Orchester „Armónico".

Mit John Rutters „For the Beauty of the Earth" ging der erste Teil stimmungsvoll zu Ende, gemeinsam dargeboten von allen Interpreten des Abends.

Blick in die wunderschöne Stadtkirche.Blick in die wunderschöne Stadtkirche.Der zweite Teil des Konzerts begann mit dem äußerst anspruchsvollen Chorstück „Dona nobis pacem" von Pēteris Vasks. Chor und Orchester überzeugten mit einem dynamisch-differenzierten, ausdrucksstarken Vortrag.

Eine einfühlsame Interpretation der jungen Ithai Evoh des jüdischen Gebets „Kol Nidrei" von Max Bruch bezauberte dann die Zuhörer durch den warmen Ton ihrer Bratsche.

Beschlossen wurde der Abend mit einem von Chor und Orchester gemeinsam gesungenen und musizierten Lied von Christian Bollmann. Von allen vier Seiten klang „Evening Rise" den Zuhörern entgegen und entließ sie aus einem wunderbaren Konzertabend.

mfl/mjp